Süße Orangenseife

Eigentlich hatte ich auch bei dieser Seife vor, frisches Obst, in diesem Fall frisch gepressten Orangensaft, zu verarbeiten.

Leider ist daraus nichts geworden…

Hat schon mal jemand Lauge mit Orangensaft angerührt?! Ich hab es versucht und bei mir hat die Lauge so ekelhaft gestunken, dass ich es nicht übers Herz gebracht habe, sie zu verarbeiten. Ich hab sie also einfach weggekippt und stattdessen Sole benutzt, die ich noch da hatte.

Ich hab gelesen, dass Lauge, die mit Milch angerührt ist unangenehm riechen kann. Auch bei Wassermelone und Gurke riecht die Lauge nicht besonders gut, aber der Gestank mit Orangensaft war wirklich nicht zu ertragen! Und ich glaube nicht, dass er mit der Zeit verflogen wäre.

Vielleicht hat es mit der Säure zu tun? Oder muss man den Saft vielleicht auch einfrieren? Hat jemand Erfahrungen mit Orange? Falls ja, bitte hinterlasst doch einen Kommentar, es würde mich wirklich interessieren!

Ich hab dann immerhin noch die Farbe mit frisch gepresstem Orangensaft angerührt und ein Päckchen getrocknete Orangenschalen gefunden, die ich noch im Leim verarbeiten konnte.

Beduftet habe ich mit ätherischem Orangenöl von Primavera. Die Seife ist mittlerweile 4 Wochen alt und jetzt riecht sie super süß orangig. Aber das hat eine Weile gedauert.

Bei dem Rezept habe ich mich wieder mal der 25-Rezeptur bedient und günstige Öle verwendet.

Verseift habe ich (für 560 g Seife):

Zutaten

1) 140 Rapsöl

2) 140 g Kokosöl

3) 140 g Margarine

4) 140 g Sonnenblumenöl

Das ganze bei 8% Überfettung und mit 188 g Sole.

Gefärbt habe ich mit Mica Orange Twist von Alexmo. Menge nach Gefühl, ich glaube es war so circa ein halber Teelöfffel. Die Seife ist schön hart geworden und die Farbe gefällt mir auch sehr gut! Nur die getrockneten Orangenschalen haben braune Flecken auf der Seife hinterlassen, aber nicht so heftig wie die Mohnsamen bei der Erdbeereseife.

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Hinweis: Wenn ihr noch nie Seife gesiedet habt, informiert euch vorher über das Verfahren und trefft bitte alle dafür nötigen Sicherheitsvorkehrungen!

 

6 Kommentare zu „Süße Orangenseife“

  1. Hallo, ich habe gelesen bzw selber schon gemacht, dass man Milch vorher einfriert damit sie nicht so stinkt und ausflockt. Ich kann mir vorstellen das man das bei Orangensaft auch machen könnte. Einen Versuch wärs doch wert?!
    Liebe Grüße
    Kathi

    1. Hallo Kathi! Das ist eine gute Idee! Ich hab mich wegen dem Gestank auch noch nicht an Milch rangetraut (abgesehen von Kokosmilch)… Ich probiere das bei der nächsten Gelegenheit mal aus! Danke für den Tipp! Liebe Grüße

  2. Hallo Lea,
    eine andere Möglichkeit wäre auch, die Lauge 1:1 anzurühren, also zu gleichen Teilen Wasser und NaOh und die Differenz der Flüssigkeitsmenge, erst dann in den Seifenleim zu geben. Dh den Orangensaft erst dann nachdem der Seifenleim schon etwas emulgiert ist dazuzugeben. Ich mache das immer so mit der Kokosmilch bzw auch mit angerührtem Milchpulver etc. und es funktioniert immer wunderbar!
    Liebe Grüße Bianca

    1. Liebe Bianca! Danke für den Tipp! Mal sehen, wann ich mich wieder an frische Zutaten heranwage… Milchpulver habe ich da und würde es gerne mal verarbeiten. Liebe Grüße

  3. Hallo Lea
    ich experimentiere gerade auch mit Lebensmitteln in der Seife, weil ich Naturseifen herstellen möchte und mit Lebensmitteln oder Kräutern kann man ja auch gut färben. Ich hatte einen ganzen Korb Orangen und deshalb kam ich auf die Idee, die Lauge mit Orangensaft anzurühren.
    Hast Du gekauften Saft genommen oder frisch gepressten ?
    Ich habe meine Seife mit frisch gepresstem Saft gemacht und siehe da, die Lauge hatte eine wunderschöne Farbe und der Geruch war normal, wie Lauge halt riecht. Die Farbe der Seife ist ein gedämmpftes Gelb.
    Vielleicht sind im gekauften Saft Konservierungsstoffe drin, die dann den unangenehmen Geruch hervorrufen.
    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara, ich hab auch frisch gepressten genommen. Vielleicht war er nicht kalt genug… Ich werde es auf jeden Fall noch mal ausprobieren. Danke für den Hinweis!! Liebe Grüße

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